Indoor 2.0: DIY Rocker Plate – Teil 2

Es geht los

Heute geht es mehr ins Detail: Ich versuche euch die Schritte von mir einmal zu zeigen. Angefangen habe ich mit Anzeichnen, dann mit Bohren der Löcher bevor ich die Welle eingesetzt habe und es dann festgezogen habe. Zum Abschluss habe ich noch mit Spanngurten die Rolle auf den Plate festgemacht, damit bei den hohen Watt-Werten die Rolle nicht von der Platte rutscht. Und ab hier geht es ins Detail. Viel Spaß beim Lesen.

Das Ziel ist die Bewegung zum Boden

Angefangen habe ich mit allen Teilen, welche ihr in meinem vorherigen ersten Blog seht. Das Ziel war eine Achse zu bekommen mit der ich Bewegung nach Links und Rechts hinbekomme. Dadurch sollte sich das Rad neigen und der Komfort bei vor allem längeren Fahrten höher werden.
Begonnen habe ich damit, dass ich in die Mitte der beiden Plates einen Strich gezogen habe. Der Strich markiert die Stelle an der Achse später liegen sollte. Die Platten sind 50 cm lang und 70 cm breit, so dass mein Tacx Neo von den 4 Kontaktpunkten genau auf die Platten passt. Die Hinteren beiden Füße der Rolle haben circa 65 cm Abstand.

Los geht es mit Planung und Zeichnung

Nach dem Anzeichnen war die erste Herausforderung, dass sowohl die Lager zur oberen Platte als auch die Wellhalter an der unteren Platte auf der gleichen Linie sind. Denn eine größere Abweichung würde dazu führen, dass ich die Welle nicht mehr in die vorgesehenen Löcher bekomme. Die Löung für dieses Problem ist, dass die Lager größere Aussparungen für Schrauben bzw. die Befestigung haben. Somit kann man im Bereich von 3-5mm die Lager schieben und auf die Achse zentrieren, wenn es zur Befestigung geht.

Außerdem habe ich die Platten so auf den Boden gelegt, dass Sie gleich zentriert waren. Durch die Verlängerung der Welle auf die zweite Platte konnte ich basierend auf der Fixierung der Halterungen die Löcher für die Lager anzeichnen:

Wie hält die Platte zusammen?

Die Wellenhalterungen habe ich mit einfachen Holzschrauben in der Platte fixiert. Gesamt sind es 3 Halterungen geworden, welche jeweils 2,5cm vom Rand und einmal bei 25cm festgemacht sind. Somit ist die untere Platte an drei Stellen mit der Achse verbunden. Zwischen den Halterungen am Rand und der in der Mitte ist je ein Lager. Wie bereits geschrieben habe ich für die Lagerhalterung Löcher vorgebohrt. Dadurch ist mir mehr Spiel in der Ausrichtung der Lager geblieben und ich konnte die Halterungen nach Bedarf festziehen. Ein kleiner Nachteil davon ist, dass nun 4 Schraubenköpfe auf der Oberseite der Platte herausstehen.

Zusammengesetzt habe ich das Ganze indem ich die Welle nach und nach in de Löcher der Halterungen und der Lager geschoben habe. Dafür habe ich die Platten seitlich nebeneinandergestellt und die Welle von oben nach unten hineingeschoben. Sowohl die Halterungen als auch die Lager konnten je über Schrauben an der Welle fixiert werden. Die Distanz zwischen den äußeren Halterungen (jeweils deren äußerer Rand) entspricht genau der Länge der Welle. Somit steht nichts über und die Welle ist in den Halterungen fixiert. Die Drehpunkte sind auch an der Welle fixiert und dort greifen dann die Kugellager der Lagerung. Somit kann sich die Rolle nicht nach vorne oder hinten bewegen, sondern nur den Winkel zum Boden verändern.

Wie bleibt die Rolle am richtigen Platz

Zum Abschluss habe ich auf der oberen Platte noch Augplatten festgeschraubt. Durch die Augplatten habe ich einen 40cm (was viel zu lang war, aber das beste Angebot beim Einkaufen hatte) langen und 2 cm breiten Spanngurt gezogen. Durch das Anziehen der Grute auf beiden Seiten an den Füßen der Rolle soll sichergestellt sein, dass im Wiegetritt nicht die Rolle aus der Position rutscht. Bisher ist es auch noch nicht dazu gekommen. Eine weitere Idee hierzu wäre noch die Füße der Rolle in Löcher in der Platte zu stellen oder die „Gummi-Einsätze“ der Rolle auf der oberen Holzplatte festzuschrauben. Durch das Eigengewicht der Rolle dürfte diese dann auch in Position bleiben.

Step by Step

Zusammenfassend hier die Schritte in Kurzfassung:

  1. Einkaufen aller Teile und teilweise Warten auf Lieferung
  2. Anzeichnen der Wellenhalterung und Augplatten
  3. Festschrauben der Wellenhalterungen
  4. Anzeichnen der Stehlager basierend auf den Wellenhalterungen
  5. Bohren der Lagerhalterungs-Löcher
  6. Aufsetzen (nicht festziehen) der Lager
  7. Platten mit Welle verbinden.
  8. Lager und Wellenhalter mit der Welle verbinden
  9. Lager an der oberen Platte festziehen
  10. Augplatten anschrauben
  11. Rolle drauf stellen und Spanngurte festziehen

Fertig.

Und was war es auch schon. In Summe hat das Planen und Einkaufen deutlich mehr Zeit beansprucht als das finale Zusammenschrauben. Insgesamt habe ich wohl knapp 2 Stunden für den Aufbau in Arbeitszeit benötigt. Etwas Zeit hat danach noch das Anpassen und Aufpusten der Yoga-Bälle benötigt. Da sind jetzt auch schon ein paar kleine Löcher drin in einem der Bälle. Also hier muss die Qualität nochmal geprüft werden. Vlt. Wechsle ich doch noch zu Tennisbällen. Aber ob die in meine Konstruktion so gut passen? Ich werde es mir noch durch den Kopf gehen lassen.

Im nächsten Beitrag zur Rolle werde ich euch dann meine ersten Erfahrungen mit der neu gewonnenen Bewegungsfreiheit berichten. Bis Dahin: Ride ON, schönes Wochenende Tom

tomhohenadl Verfasst von:

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.