What ever(est) it takes

vEversting mit Tom

Heute schaue ich mal auf die große Challenge des virtuellen Everesting auf Zwift. Eine Herausforderung so hoch wie der höchste Berg über Normal Null. Jeder Triathlet weiß ja, dass dieser eine Berg auf Hawaii vom Meeresgrund doch eigentlich höher ist als der Mt. Everest: Der Mauna Kea. Aber wir machen keine 10.200m sondern werden am Sonntag versuchen die 8848m des Everest in einer Session zu schaffen. Hier ein Auszug was es an Vorbereitung bei mir gibt für den langen Sonntag.

Ein kurzer Blick auf die Regeln

Zuerst will ich noch kurz auf die Regeln des virtuellen Everersting schauen. Für den “Erfolg der Mission” muss ein Höhenunterschied von 8848 Metern geschafft werden. Um sicher zu gehen sollten es ein paar HM mehr sein. “Better safe than sorry”. Alle Höhenmeter müssen an einem einzigen Anstieg bzw. einer Strecke bewältigt werden. Für uns wird das Alp du Zwift auf Zwift. Der Trainer soll ein “direct, smart drive” Trainer (also die Rolle) sein. Und damit sich das ganze auch nach Klettern anfühlt muss Zwift auf 100% Schwierigkeit eingestellt werden. Damit einmal grob die Regeln; jetzt kommt meine “nerdy” Vorbereitung.

Warum eigentlich Alp du Zwift

Wahrscheinlich ist das eine der dringenden Fragen, wenn man sich die vielen Anstiege auf Zwift ansieht. Warum Alp du Zwift für diese Herausforderung. Es gibt Anstiege mit einer besseren Prozenualen Steigung, z.B. vom Epic KOM zum Radio Tower mit 14%. Da hätten wir 150 HM auf 1.09km. Also ganz gut um Höhenmeter zu sammeln.

Aber wir haben uns aus anderen Gründen für Alp du Zwift enschieden: Auf Zwift gibt es einige Achievements (also Boni) zu sammeln. Eines dieser, welches mir noch fehlt, ist “25 mal Alp du Zwift” erklimmen. Es dürften nicht mehr viele Runden fehlen. Vielleicht wird es am Sonntag soweit sein und ich habe die 25 mal voll. Außerdem erhält man pro Fahrt auf den Alpe eine Menge an XP die man bei anderen Anstiegen nicht bekommt. Die wollen wir für die Level natürlich mitnehmen.

Und zu guter Letzt: Alp hat etwas mehr Erholung zwischen den einzelnen Fahrten als andere, vor allem kürzere Anstiege. Die Fahrt von oben bis unten hat cica 10 bis 12 Minuten in denen kurz vom Rad abgestiegen werden kann. Das dürfte für etwas Abwechselung über den ganzen Tag sorgen.

Wie lange bis zum Gipfelkreuz

Bisher habe ich noch kein Everesting erlebt (Live am Bildschirm), bei dem unter 11 Stunden die 8848 Höhenmeter geschafft worden sind. Es waren doch immer eher 12 Stunden oder mehr auf der Rolle. Draußen haben es Cam Wurf und Richie Port in knapp 14.5 Stunden gemacht. Also werden wir uns auch mal an die 12 Stunden Marke am Sonntag klemmen.

Es gibt sogar einen Rechner online bei dem die erwartete Zeit für das Everesting basierend auf dem Anstieg berechnet werden kann. Zu finden auf everesting.io. Für meinen Versuch am Sonntag habe ich mal 75kg Lebendgewicht, das Specialized Tarmac Pro auf Zwift (warum dieser Rahmen kommt später im Text) und zwei oder drei Pausen einberechnet. Das Ergebnis:

In Summe also 12 Stunden und 44 Minuten bei einem Durchschnitt von knapp 206 Watt in der Fahrzeit. Die Pausen nach unten werden ich immer Rollen lassen. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich mich nicht am Dienstag einmal auf die Rolle gesetzt hätte und das ganze schonmal getestet hätte. Für eine Fahrt von unten bis oben bei 218 Watt habe ich 1 Stunde 5 Minuten und 15 Sekunden gebraucht. Ich hoffe, dass wir am Sonntag auch etwas Gas geben können und die Beine halten, damit wir etwas schneller als 12 Stunden und 44 Minuten sind. Vielleicht so 12 Stunden und 15 Minuten inkl. Pausen.

Das Material: Virtuell und Physisch

Wie schon kurz angedeutet werde ich das Tarmac Pro von Specialized nutzen. Warum: Weil es laut Zwiftinsider das schnellste Rad hoch Alp du Zwift ist. Dazu noch die Leightweight Meilenstein, welche man am Alp du Zwift freischalten kann, und das schnellste Setup virtuell ist fertig. Zitat hier von Zwiftinsider: “The Tarmac Pro frameset coupled with the new Meilenstein Lightweight wheels beats all other combinations, whether you ride up the Alpe at 1 w/kg or 5 w/kg.”

Also das virtuelle steht fest. Jetzt zum physischn Setup. Ich habe derzeit mein TT und mein Rennrad hier und beide sind schnell auf der Rolle eingespannt. Ich fange wahrscheinlich mit dem Rennrad an und werde, wenn mein Po einmal wehtut, auf das TT wechseln, um etwas Abwechselung in die Geschichte zu bringen. Der Wechsel kann ja in den 10 Minuten Abfahrt stattfinden und sollte keine Herausforderung sein. Die ganze Zeit werde ich aber meinen Tacx Neo nutzen. Außerdem habe ich mir noch spontan eine 11-32 Kassette organisiert, damit ich doch etwas höher von der Trittfrequenz komme.

Zwift und Youtube werde ich von meinem PC aus starten. Für Sonntag wollen wir alle außerdem auf Discord einen Voice Chat haben, damit wir über den ganzen Verlauf etwas miteinander sprechen können. Ich versuche am Sonntag nochmal Zwift auf Youtube zu streamen, damit ihr auch zuschauen könnt. Hoffentlich bleibt das Internet am Sonntag stabil.

Essen, Trinken, Berg erklimmen

Essen und Trinken sind für eine 12 Stunden Sache auch extrem wichtig. Ich glaube, dass hier ist genau der richtige Platz mit vielen Langdistanzlern. Zum Glück bin ich für die 12 Stunden zuhause und kann mich gut vorbereiten. Bisher plane ich mit Wasser, Iso, Cola und Engery Drinks mich über die Runden zu bringen. Wahrscheinlich bereite ich für die ersten zwei Fahrten alles am Samstag vor und den Rest hole ich dann am Sonntag in den Pausen nach Bedarf: Mehr Wasser und mehr Zucker und mehr Iso.

Essen. Ja. Was und wie viel und wann. Zunächst werde ich erstmal versuchen mich mit Gels und Riegeln für die ersten Hälfte zu versorgen. Bis Mittag sollte ich damit ganz gut hin kommen. Wir planen für Sonntag eine Mittagspause nach 5 Runden hoch den Berg. Wahrscheinlich werde ich mir am Samstag ein wenig Meal Prep machen und Nudeln mit Pesto vorbereiten, damit es am Sonntag schneller geht.

Vielleicht nehme ich mir dann für die zweite Hälfte zu den Getränken noch einen Recovery Shake dazu, damit das Open Window nicht noch größer wird als es bereits ist. Klamotten und co werde ich wahrscheinlich noch vor dem Wochenende aussuchen und dann hier kurz schreiben, wie ich das mit dem Kleidungswechsel machen werde. Wahrscheinlich eine Bib-Short Strategie gegen die Ermüdung des Po.

Ich bin schon gespannt, ob alles klappen wird und wann ich das erstmal innerlich Fluche am Sonntag.
Bis dahin gute Fahrt, ob alleine draußen oder zusammen (virtuell) drinnen, Tom

tomhohenadl Verfasst von:

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