Viel hätte passieren können

Über abgesagte Rennen

Viel hätte in den vergangenen Wochen passieren können. Der Triathlon in Buschhütten wäre vor einer Woche gewesen. Vor zwei Wochen hätte ein Duell mit meinem Kumpel Fabi beim Duathlon in Krailling sein können. Und glaubt mir: Ich war super heiß auf das Rennen in Krailling, auf den Fight mit Fabi. Grund dafür waren die Strava-Einheiten von uns beiden, diverse Chats auf WhatsApp über Material, Rennvorbereitung und Planung von gemeinsamen Ausfahrten (von denen wir dann nur eine gemacht haben).

Und über die Alternativen

Alles war vorbereitet, dass wir einen richtig heißen Tanz gehabt hätten. Nunja, leider wissen wir alle, dass weder Krailling noch Buschhütten, noch der Dalkemann in Gütersloh statt finden. Es gibt viele Alternativen von einigen Vereinen aus der Traufe gehoben. Auch die Tri-Serie der Regional-, Landes- und Bundesligavereine regelmäßig Sonntags finde ich mega cool.

Aber das alles ist bei mir in den Hintergrund gerückt. Mein Fokus ist, war und bleibt eine Langdistanz in 2020. Bisher war der Plan am ersten Augustwochenende die komplette Strecke in meiner Heimatregion um Augsburg zu machen. Dafür war mein Trainingsplan ausgerichtet. Ein langer Lauf in der Vorbereitung vor 2 Wochen hätte dazu den Abschluss der großen Base Phase gebracht. Leider habe ich nach 5 KM in diesem Long Run Schmerzen im Knie bekommen. Seitdem laboriere ich noch an der Verletzung. Es ist eine Überlastung der Sehnen und Bändern im Knie, welche bei einer Belastung schmerzen. Deshalb war die letzte Woche sehr ruhig und ich habe fast kein Training auf dem Rad und schon gar nicht beim Laufen gemacht. Somit verschiebt sich die Planung.

Die Langdistanz steht weiterhin

Das Positive daran ist, dass der Ironman in Estland auf den 5.9 verschoben wurde. Entsprechend habe ich meine Planung und die Langdistanz – in Estland oder um Augsburg – zusammen mit meinem Coach auf September verschoben. Somit ist das Ziel nun konkret: Das erste Septemberwochenende wird mein “längster Tag des Jahres”. Jetzt heißt es: Knie beruhigen, danach die Laufbeine wieder finden und in der Zwischenzeit Kraft und Stabilität im Körper aufbauen.

Schwimmen geht wieder klar

Außerdem habe ich meine ersten Schwimmkilometer im See. Mittlerweile frieren meine Füße nach den 30 Minuten im Wasser nicht mehr so sehr, wie noch vor knapp 4 Wochen. Es wird langsam angenehm im See. Auch die Einheiten werden wieder länger. Letztes Wochenende habe ich sogar ein Double Swim eingestreut: 30 Minuten am Morgen und am Nachmittag war ich nochmal 45 Minuten im Wasser. Was ich immer bemerke, wenn ich im Freiwasser bin, ist die Belastung durch das Dauerschwimmen. Im Becken hat man doch einmal eine kurze Pause am Rand zwischen den Sets oder den einzelnen Strecken. Im Freiwasser schwimme ich meistens die Strecke durch. Hin und wieder mache ich eine kurze Pause, aber zu den 30 Minuten auf der Uhr mit Schwimmzeit kommen in der Regel nur 1 bis 2 Minuten Pause.

Die Motivation immer da

Ich habe wieder richtig Freude daran in den See zu springen. Ich habe Freude auf dem Fahrrad. Mir machen auch die langen Läufe viel mehr Spaß als 2017 in meiner Roth Vorbereitung. In Summe habe ich, trotz oder vielleicht sogar gerade, wegen der Covid Maßnahmen, so viel Spaß am Triathlon. Ich bin jeden Tag fitter geworden und habe eher 102% des Trainingsplans ausgeführt. Am Ende wollte der Kopf dann zu viel und das Training über den Plan hinaus hat den Stecker gezogen. Deshalb muss ich nun einige Tage ruhig machen. Danach wird aber wieder angegriffen.
Ich hoffe, dass ihr auch Spaß an dem habt, was ihr gerade machen könnt und die Zeit soweit ausnutzt. Allen die dieses Wochenende lange Rad- und Laufeinheiten haben: Ich bin ein wenig neidisch. Großes Blatt, einfach mal hochschalten, einfach mal Leben 
Bis bald, Tom

tomhohenadl Verfasst von:

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