Das Schwimmen eskalierte Zeitnah.

Heute wird es nämlich einmal etwas anders: Short story long.
Los geht es mit dem Freibadbesuch eines guten Freunds. Dieser hat in seine Story auf Instagram ein Foto des Beckens gepostet und dann kam bei mir die Frage auf: Wo war er denn Schwimmen? Also habe ich mich um kurz vor Mitternacht auf die Suche gemacht. In AUgsburg haben schon das Bärenkellerbad und das Spickelbad offen. Das einzige 50m Freibad macht am 22.6 die Türen auf. Und darauf freue ich mich schon sehr. Das dritte Bad, welches mir aber für dieses Wochenende in den Kopf gekommen ist war in Gersthofen. Und da bin ich bisher noch nie gewesen.

Ein neues Abendritual?

Kurzerhand habe ich dann vor dem Einschlafen geschaut, wie es dort mit dem Einlass funktioniert. Easy as 1 2 3: Die Stadt Gersthofen hat ein Online-Portal für Zeitslots im Bad eingerichtet. Von 9 bis 12, 1 bis 4 und 5 bis 8. Jeweils 200 Karten stehen zur Verfügung. Ich habe mich dann für Samstag 9 bis 12 eingebucht, damit ich morgens einen Grund habe aufzustehen und mich mal zeitig aus dem Bett zu bewegen. So bin ich dann Freitagnacht eingeschlafen. Vorfreude auf das Schwimmen war bestimmt der Grund warum ich um 5 das erste mal Hell wach war.

Nachdem ich es zwei Stunden später dann aus dem Bett gewagt habe, waren die Sachen und der Plan für den Tag schnell gefasst. Kurz in den Supermarkt und einen Energy-Drink besorgt. Ich hatte einfach bock im Becken mal wieder zu schauen was geht. Zuhause alle Sachen in einen Stoff-Turnbeutel gepackt. In Summe war es die Badehose, Badekappe, Brille, Handtuch und was zu trinken. Und zwar nur das. Also ging die Fahrt erstmal mit ein paar Treppen los. Vergesslichkeit lässt bei mir schnell ein paar Höhenmeter im Altbau ohne Aufzug zusammenkommen.


So ging es dann endlich los. Endlich sage ich auch, weil ich vergangene Woche endlich ein neues Stadt- und Crossrad bekommen habe. Es ist ein super Bike mit für den Preis guten Komponenten. Ich hab mich für einen Crosser entschieden, damit ich auch mal die Kieswege am Lech oder der Wertach entlang düsen kann. Und weil ich eventuell eines dieser Matsch-Herbst Quer-Feld-Ein Rennen machen möchte.

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Los ging es mit einem echt guten Schnitt auf dem neuen Rad zum Bad, weil ich ja schon etwas zu spät war. Zu spät? Ja. Das Bad macht um 9 auf und ich wollte früh dran sein, damit ich in deutscher Manier meine Bahn direkt belegen kann. Also etwas zu flott für den Crosser und meinen Puls ging es die knapp 10km zum Bad. Einschwimmen und Warmmachen waren danach eigentlich nicht mehr nötig.
Mein digitales (mit Paypal bei einer Stadt) bezahltest Ticket vorgezeigt und rein ins Bad. Kurz die Radhose gegen die Badehose gewechselt und ab gings. Eine Jugendgruppe war auf der Bahn neben mir. Die waren sicher schneller als ich. Und auch genau so lange wie ich im Becken.

Von Plänen und wie ich sie über den Haufen werfe

Es ging los. Der Plan war die gleiche Einheit wie am Donnerstag zu schwimmen. Einschwimmen, 10×100 Kurzdistanz Pace, 1000 Kontrolliert und dazu dann noch 2×500 Langdistanz Pace. Soweit so gut. Ab gings. Das Einschwimmen waren dann schon 2×500 (500 Easy, 500 25ger Technik Wechsel). Irgendwie fühlt sich so ein 25 Meter Becken echt genial an. Etwas kurz bis zur Wende, was sicher nur daran liegt, dass mein Becken dieses Jahr eher so 1km von Süden bis Norden lang ist. Die Arme waren da. Die Motivation auch und die Sonne hat ein wenig den Rücken schon gebruzelt. Ein perfekter Tag für eine super Freibadeinheit. 

 

Symbolbild Leerer Pool

Die 10×100 habe ich dann einfach mal angefangen und bin eher auf All-Out als auf Kurzdistanz Tempo gestartet. 1.13 auf die ersten 100. 1.14 auf die zweiten. 1.14 auch auf die dritten. Also war das Ziel sehr schnell klar: Sub 1.15 mit 30 Sekunden Pause. Gesagt, einmal verfehlt, Motivation wieder gefasst und dann die letzten 4 ziemlich genau auf 14 angekommen. Mental war ich jetzt bei 110% wieder. Richtig heiß, vor allem, da das Schwimmen in letzter Zeit nicht mein Fokus war. Ich denke, dass die Zugseileinheiten und das Dauerschwimmen im See eine sehr gute Grundlage gelegt haben.

Die Covid Schwimmform

Denn auch die 1000m am Stück waren super konstant und locker. 1.30ger Pace wie in Uhrwerk. Außer den letzten 100er der 1000, weil der musste ja doch schneller sein. Am Ende sollte ja eine 14.xx auf der Uhr stehen.
Auch das ich die Uhr wieder anhatte fühlte sich gut an. Klar war es schön auch sehr auf das Körpergefühl im See zu hören. Aber der Rush der Uhr am Beckenrand oder jetzt am Handgelenk hat sich sehr gut angefühlt.

120 Bahnen fertig. Noch 2 mal 20 Bahnen. Denkste. Die Arme haben sich super angefühlt. 7.09 auf 500. Geil. Langdistanz könnte kommen. Nummer 2 in 7.08. Konstanz ist da. Ich habe heute nicht mehr vor, da das Knie eh keine längere Radtour zulässt. Also nochmal 500. 7 Minuten und 1 Sekunden. “Also so kann ich das nun auch nicht stehen lassen” war dann mein Gedankengang danach. Kurz tief ausgeatmet und der Youngster auf der Nebenbahn schaute sehr verständnisvoll zu mir rüber. Einen musste ich dann noch machen. Unter 7 Minuten. Hat auch super Angefangen, aber zum Ende hin dachte ich, dass es nochmal knapp werden könnte. Also habe ich auf den letzten 50m nochmal Gas gegeben. 6:57 Check. Jetzt könnte ich doch aufhören.

Damals beim 70x100 Schwimmen

Also stand das Ausschwimmen an: 500 Meter mit jeden 75ger bis 100m etwas Tempo Steigerung. Erstmal hatte ich mir da 500 Meter für vorgenommen. Sehr easy die 75 Meter begonnen und dann angezogen. Aufhören konnte ich dann aber auch nicht. Also 600, 700, ach jetzt kann ich die 1000 auch nochmal voll machen. Am Ende mit etwas Ausplantschen in Rückenlage, damit der Bauch auch etwas Sonne abbekommt (ja 4 der 240 Bahnen in Rückenlage) standen 6.2km.

Ausdauereinheit: Mein zweit längstes Schwimmen


Meine zweit längste Schwimmeinheit seit den 70×100 Ende 2018. Und wie ist diese Einheit entstanden: Aus einem Instagram Post, einem leicht lediertem Knie und einem super sonnigen Tag. Manchmal muss ich es an den guten Tagen einfach laufen lassen.
Das war die Short Story long. Ich hoffe, dass viele weiter Sonnentage im Becken kommen und die Tan-Lines von den Oberschenkeln unter den Po wandern. Habt einen schönen Sonntagabend.
Endlich wieder auch aus dem Chlor heraus, Tom

tomhohenadl Verfasst von:

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